Berlin
Die Anfänge der heutigen Bundeshauptstadt waren alles andere als glänzend! Aber dafür strahlt sie heute umso heller. In Berlin wurde wie verrückt.....
„Ich bin ein Berliner!“ Sagte der amerikanische Präsident Kennedy damals.
Ist es wirklich so, das alle Welt Berlin so toll finden? Wir wollen es heraus finden!
Als wir Helmstedt passierten, ohne
Grenzkontrollen ein seltsames Gefühl, die Stadt, die viele Jahrzehnte
als Grenzstadt herhalten musste, schauten wir uns neugierig um! Aber es
war nichts außergewöhnliches zu sehen. Zügig durchquerten wir
Sachsen-Anhalt und waren in Brandenburg, ohne es groß zu registrieren.
Wir ließen den Plauer See links liegen, auch Brandenburg und näherten
uns Potsdam. Wir verließen die Autobahn, wechselten auf die 115. Aus dem
fahrenden Auto warfen wir neugierige Blicke auf Potsdam, aber wir
wollen nach Berlin, also los, Gas geben.
Unser Hotel war nahe dem Ku'damm und somit Recht mittig im Zentrum.
Wir vier diskutierten beim Abendessen lange darüber, wie wir die große
Stadt in der kurzen Zeit, die wir zur Verfügung hatten, so darstellen,
dass wir ihr wenigstens in etwa gerecht werden.Klar war ,ein wenig
Geschichte, Kultur, Museen, Regierungsviertel und auch das Umland musste
sein! Wir sahen uns, viel zu viel.
50 000 vor Christus erste Siedlungsspuren. (Unter dem tut es Berlin nicht!)
1200-800 noch mehr Siedlungsspuren.
1230 mittelalterliche Siedlung um Berlin, Cölln erhält Stadtrechte.
1244 erste urkundliche Erwähnung von Berlin.
1280 Einrichtung einer Münze
1307 gemeinsames Rathaus für Berlin und Cölln.
1359 Berlin-Cölln wird Mitglied der Hanse.
1432 Berlin und Cölln wird eene Stadt.
1470 das Schloss Cölln wird ständige kurfürstliche Residenz.
1500 Leipzig überflügelt Berlin als Handelsstadt.
1600 Berlin hat etwa 12 000 Einwohnern
1710 Berlin hat 56 000 Einwohner.
1760 Beschuss und Besetzung im 7 jährigen Krieg durch Russen und Österreicher.
1761 Gründung der Königlichen Porzellanmanufaktur
1799 Berlin war mit 200 000 Einwohnern nach Paris und London drittgrößte Metropole.
Die Anfänge der heutigen Bundeshauptstadt waren alles andere als
glänzend! Aber dafür strahlt sie heute umso heller. In Berlin wurde wie
verrückt gebaut, saniert und aufgeräumt auf Deibel komm raus! Das neue
Regierungsviertel verschlang Milliarden und wurde mächtig protzig. Die
Museumsinsel wurde beeindruckend renoviert
und aufgebaut. Sogar
Nofretete fühlt sich jetzt wieder wohl.
Wenn Sie sich mal den Potsdamer Platz heraus picken, können Sie nur mit dem Kopf schütteln.
Die Bundesbahn wollte natürlich auch nicht zurück stehen und baute einen Bahnhof, dass selbst die Berliner Maulsperre bekamen.
Auf einen Nenner gebracht, Berlin protzt und wurde zu eine irren
Hauptstadt! Die neunziger Jahre in Berlin erinnern mich sehr stark an
swinging London der sechziger!
Wenn Sie durch Berlin laufen und Berlin müssen Sie sich er laufen,
stoßen Sie immer wieder auf prächtige Bauten von Schinkel. Der Berliner
Architekt prägte eine ganze Epoche.
Vom Gendarmenmarkt gehen wir Richtung Schauspielhaus, Schinkel baute
das Haus in antiken und gotischen Elementen und machte ihn weit über
die Grenzen Berlins berühmt. Wir gehen an dem französischen Dom vorbei
bis zur Straße Unter den Linden und erreichen das Zentrum von Schinkels
Schaffen. Wir staunen die neue Wache an, gehen weiter zur Museumsinsel
und stehen vor dem alten Museum, das Schinkel im Stil eines griechischen
Tempels bauen ließ. Die Rotunde mit ihren 20 korinthischen Säulen
bildet das Zentrum des Bauwerks Wir folgen der Spreeinsel, vorbei an
dem ehemaligen Platz der Republik.erreichen den Schinkelplatz, der zu
DDR Zeiten der Platz für das Außenministerium war, mit seinen Denkmal
und der Friedrichwerderschen Kirche, in der zweitürmige Kirche, die im
neugotischen Stil erbaut wurde, ist heute das Schinkelmuseum.
Hier in Berlin-Mitte folgt eine Sehenswürdigkeit der nächsten. Mal
abgesehen von den vielen Ministerien, der Universität, der Staatsoper,
der Staatsbibliothek, die komische Oper, das Metropole-Theater noch das
Brandenburger Tor. Ich glaube, dass nichts so die Trennung Deutschlands
symbolisiert hat, wie dieses Bauwerk.
Hinter dem Brandenburger Tor biegen wir rechts ab und erreichen kurz
darauf das ehemalige Reichstagsgebäude, in dem heute der Bundestag zu
hause ist. Schräg gegenüber sehen wir das Bundeskanzleramt. Ein
mächtiges Gebäude, mein lieber Mann! Zurück zur Straße des 17. Junis und
gehen weiter bis zum Potsdamer Platz. Hier sehen Sie die geballte
Wirtschaftskraft großer Unternehmen, an nichts wurde gespart, aber auch
an gar nichts! Ein Hauch von New York weht mir um die Ohren! Ach ne,
doch nicht!
Am nächsten Morgen beginnen wir wieder Unter den Linden. Wir biegen
an der komischen Oper rechts ein und folgen der Friedrichstraße bis zum
Checkpoint Charlie. Nachdem wir uns umgesehen haben, folgen wir der
Leipziger Straße, dann der Gertrauden Straße, überqueren die Spree und
sehen links wieder die Spreeinsel, auf der Gruner Straße geht es weiter
und wir erreichen das berühmte rote Rathaus.Hoch ragt der Fernsehturm
in den Berliner Himmel und wir kommen auf den Alexanderplatz an. Benannt
nach dem Zaren Alexander I.Der „Alex“ war mal das Zentrum von Berlin,
lange ist es her.
Auf der Karl-Liebknecht-Straße gehen wir wieder Richtung Spreeinsel,
um uns die Museen genauer an zu schauen. Leider war es nicht möglich,
die schöne Nofretete aus der Nähe zu betrachten! Es wimmelte wie in
einem Ameisenhaufen vor Menschen!
Wir sahen uns an und waren uns sehr schnell einig, raus hier!
Die U-Bahn brachte uns in die Nähe vom Brandenburger Tor und wir
spazierten sehr entspannt durch den schönen
Stadtteil Tiergarten. Vom
Brandenburger Tor bis gut zur Siegessäule zieht sich der Stadtteil links
und rechts von der Straße des 17. Junis, der Ursprung des Stadtheils
ist ein ehemaliges Parkgelände, das wiederum ein Mal ein Wildgehege
war.. Rechts von der Siegessäule geht es zum Schloss Bellevue, dem Sitz
unseres Bundespräsidenten. Wir gehen ein Stück am Ufer des
Landwehrkanals bis zum Potsdamer Platz, vorbei an der Gedenkstätte
deutscher Widerstand.
Die Leipziger Straße bringt uns zum jüdischen Museum, nachdenklich gehen wir ins Hotel zurück.
Abends machten wir einen Bummel über den Ku'damm, staunten, wie
alle, die Gedächtniskirche an. Der Innenraum der Kirche strahlt in einem
fast unirdischen blauen Licht, das von den blau verglasten Fenstern her
rührt.
Vor unserer Abreise gönnten wir uns einen Besuch im KaDeWe und
fuhren durch Zehlendorf (nobel!) machten eine kurze Pause am großen
Wannsee, wieso fiel mir sofort der alte Schlager ein: Pack die Badehose
ein..., bevor wir auf die Autobahn fuhren?
Fazit: Berlin ist eine Reise wert, allemal! Egal, welches
Interessengebiet der Besucher bevorzugt, Berlin hat es und bietet es!
Hinzu kommt ein herrlichen Umland Und das Essen ist gut und angenehm im
Preis, abseits der Hauptstraßen! Zum Beispiel haben wir Leber Berliner
Art gegessen, eine gute und schmackhafte Portion für ganze 10 €!
Klaus Blochwitz, bitte beachten Sie bei den Fotos, dass es sich
teilweise um sehr alte Fotos handelt, teilweise sind die Fotos auch
Ausschnitte und einige Fotos sind Abzüge von Dias!
Dieser Reisebericht stammt von Klaus Blochwitz, Nettetal.
Text und Bilder unterliegen dem Copyright des Autors.