Schönes Deutschland - Bremen
Beginnen wir unseren Rundgang durch die Bremer
Altstadt, die wie eine Insel zwischen der Weser und dem Stadtgraben
liegt, am alten Rathaus.
Es sieht schon etwas so aus, als würde das Land
Niedersachsen das kleine Bremen zusammen drücken. Aber Bremen mit seiner
„Satellitenstadt“ Bremerhaven behauptet sich tapfer!
Die Bremor, wie sich selbst nennen, sind stolz auf ihre Stadt und
das mit Recht. Es ist für jeden Besucher erstaunlich, was dieser
Stadtstaat alles bietet!
Aber fangen wir ganz von vorne an: Erstmals
erwähnt wurde Bremen als Bistum, das von Karl dem Großen errichtet wurde
und zwar schon 787!
Den richtigen Ruck erhielt das Bistum durch den Erzbischof Adalbert
und mit dem Beitritt zur Hanse hatte Bremen bereits 1358 ausgesorgt.
Das Symbol dafür ist der sogenannte Roland aus dem 15. Jh. auf dem
Bremer Marktplatz, er verkörpert den freien Bürgersinn und die
Gerichtsbarkeit.
Beginnen wir unseren Rundgang durch die Bremer Altstadt, die wie
eine Insel zwischen der Weser und dem Stadtgraben liegt, am alten
Rathaus. Das Rathaus, ein gotischer Backsteinbau, wurde 1405 – 1410
errichtet und erhielt 1609 – 1612 eine stattliche Renaissancefassade.
Direkt vor dem Rathaus steht das Roland – Denkmal und links von
Rathaus stehen die berühmten Bremer Stadtmusikanten. Die Bronzeplastik
wurde von Gerhard Marcks gefertigt.
Etwas links nach hinten versetzt, steht die Liebfrauenkirche aus dem
13. Jh. Sehenswert sind die Wandgemälde und die Glasfenster.

Rechts von dem alten Rathaus steht der St. Petri Dom. Der Bau des
Domes begann im 11.Jh. Der Dom wurde im 11. und 16. Jh. erweitert und
verändert.. Die Westfassade mit den Türmen wurde im 19.Jh. saniert.
Gegenüber von dem Rathaus entstand von 1537 – 1538 der Schütting,
das alte Gildehaus der Kaufmannschaft, dass heute Sitz der Handelskammer
ist. Direkt neben dem Schütting geht die Böttcherstraße, einst eine
alte Handwerkergasse, zum Schiffsanleger Martini. Der Bremer Kaufmann
Ludwig Roselius ließ von 1926 – 1930 die Gasse zu einer Kulturstraße
umgestalten.
Für viele gilt sie als heimliche Hauptstraße der Bremer Altstadt.
Südlich des Bremer Marktplatzes liegt eines der ältesten
Stadtviertel Bremens, der sogenannte Schnoor. Das Wort Schnoor kommt aus
dem niederdeutschen und bedeutet soviel wie Schnur.
Wer das Viertel mit seinen engen Gässchen und winzigen Plätzen
besucht und die schmalen , wie Perlen auf einer Schnur aneinander
gereihten Handwerkerhäuser sieht, dem erklärt sich der Name von selbst.
Die Häuser entstammen dem 15. -18. Jh. Damals wurde die Höhe der
Steuern nach der Breite der Häuser bemessen. Die cleveren Bremer bauten
deshalb möglichst schmale, aber hohe Häuser.
Früher floss noch ein Nebenarm der Weser, die Balge, durch das
Schnoorviertel. An ihrem Ufer siedelten hauptsächlich Schiffer und
Fischer. Im 13. Jh. kamen zusammen mit den Franziskanermönchen immer
mehr Handwerker in das Schnoorviertel. Um Bauland zu gewinnen, wurde die
Balge zugeschüttet. Die darauf gebauten Häuser sackten jedoch ein und
stehen heute noch schief.
Ansehen sollte sich der Besucher die Schlachte, das ist die
Weserpromenade, das Überseemuseum und das Paula Becker – Museum in der
Böttcherstraße.
Bremerhaven liegt a m rechten Ufer der unteren Weser ( Außenweser )
und ist eine vielseitige Hafen – und Industriestadt mit Fischereihafen,
Containerhafen und dem Columbusbahnhof mit modernen Fahrgastanlagen.
Reedereien, Fischgroßhandel und Schiffbau. Verschiedene Gerichte,
Hauptzollamt und viele Institute. Schifffahrtsmuseum und Nordseeaquarium
1827 kaufte der Bremer Bürgermeister Smidt Land zum Bau eines Hafen
von Hannover, daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Stadt.
1947 kam Bremerhaven zu Bremen.
Alle Fotos: Klaus Blochwitz, bitte beachten Sie bei den Fotos, dass
es sich teilweise um sehr alte Fotos handelt, teilweise sind die Fotos
auch Ausschnitte und einige Fotos sind Abzüge von Dias!
Dieser Reisebericht stammt von Klaus Blochwitz, Nettetal.
Text und Bilder unterliegen dem Copyright des Autors.