Schönes Deutschland - Norrhein Westfalen
Wir machen einen Abstecher nach Bilstein mit der gleichnamigen Burg aus dem 12. Jh.. Bilstein liegt beinahe schon romantisch eingebettet in einer.....
Der südliche Teil von Nordrhein – Westfalen ist
von den Mittelgebirge geprägt. Es beginnt im Westen mit der Eifel,
gegenüber von Köln geht es weiter mit dem Bergischen Land und gegenüber
von Bonn erhebt sich das Siebengebirge, angrenzend der Westerwald
Nördlich vom Westerwald schließt sich das Rothaargebirge und ein Stück
weiter das Sauerland an. Nach Nordosten erhebt sich das Eggegebirge,
das ungefähr auf der Höhe von Paderborn in den Teutoburger Wald
übergeht. Der Teutoburger Wald erstreckt sich in nordwestlicher Richtung
fast bis Osnabrück. An seiner Ostflanke folgt das Wiehen- und das
Wesergebirge. Südöstlich folgt dann der Harz, der aber schon zu
Niedersachsen gehört.
Über Dortmund erreichen wir bequem Arnsberg, die
ehemalige Grafen – und Kurfürstenstadt, die eingebettet in der schönen
Landschaft des Sauerlandes liegt. Arnsberg gilt als die westfälische
Schinkelstadt. Bekannt ist der Neumarkt mit seinen Gebäuden im
preußisch-klassizistischen Baustil. Schinkel hatte ja schon Berlin
nachhaltig mit seinen Bauten geprägt. Neben dem Neumarkt bietet Arnsberg
noch viele Sehenswürdigkeiten wie das Schloss, den grünen Turm oder das
alte Rathaus. Fahren Sie mal hin, es lohnt sich wirklich!
Folgen wir ein Stück der Ferienstraße, auch bekannt als Sauerland –
Brauerstraße! Die Ferienstraße führt uns durch die schönen Orte,
beginnend in Hagen, nach Grevenstein, hier blitzen am Ortsausgang die
Kupfersudpfannen der Veltins Brauerei. Die Straße schlängelt sich durch
idyllische Täler voller Naturschönheiten. Die Ferienstraße führt uns
nahe an Arnsberg vorbei, in dem Naturpark Arnsberger Wald liegt das
kleine, aber bekannte Brauereistädtchen Warstein.. auf der Weiterfahrt
passieren wir hübsche Dörfer und Städtchen, unsere Mittagspause
verbringen wir in dem schon hessischen Bad Arolsen, das Hofbräuhaus lädt
zum Essen ein.
Einschließend besichtigen wir das Brauhaus in Willingen und nicht
weit dahinter das hübsche Städtchen Hallenberg, mit den sehenswerten
schwarz-weißen Fachwerkhäusern und der Kirche St. Heribert von 1287. Wir
überqueren das Rothaargebirge und finden im Tal die Museumsstadt
Schmallenberg mit dem Schieferbergbau – und Heimatmuseum.
Ein kurzer Abstecher ins Wittgensteiner Land bringt uns nach
Krombach, als Brauerei Standort vielen bekannt. Zum Abschluss erreichen
wir Meinerzhagen, bekannt geworden als Skiort und der Kornbrennerei.
Das Rothaargebirge, auch das Land der tausend Berge genannt, ist der
höchste Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Die vielen Häuser mit
dem matt grauen Schifferdach oder mit der kunstvollen
Schieferplattenverkleidung weisen auf den Namen des Gebirges hin.
Höchstgelegene Stadt Westdeutschlands darf sich Winterberg nennen.
Der heilklimatische Kurort ist zudem eine
bekannte Wintersportstätte und
liegt am Fuße des 841 m hohen Kahlen Asten.
Als Kneippkurort genießt Bad Fredeburg einen ausgezeichneten ruf.
Die Fachwerkhäuser wurden nach der Zerstörung des Ortes 1945
originalgetreu wieder aufgebaut.
Auch in Schmallenberg prägen die schiefergedeckten Fachwerkhäuser
das Stadtbild. Die Gemeinde, die 80 Dörfer und Weiler auf über 300 km²
umfasst, ist die flächenmäßig größte Gemeinde in Nordrhein – Westfalen.
Beliebter Ausflugspunkt ist in Oberhundem das ehemalige
Wasserschloss von 1677. Das Schloss ist Privatbesitz, daher kann es nur
von außen besichtigt werden.
Das prächtige Schloss Berleburg, der Kurpark, die gemütliche
Altstadt sowie mehrere Kirchen und Kapellen aus dem späten 12. und 13.
Jh. machen einen Abstecher nach Bad Berleburg lohnenswert Am.Südhang des
Rothaargebirges zeigt sich Erndtebrück als gemütliche Fachwerkstadt,
wer Fachwerk mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Weiter geht es nach Hilchenbach, dass bekannt ist für seinen
historischen Marktplatz und der Wilhelmsburg, eine große, eindrucksvolle
Wasserburg von 1690.
Oberhalb, in nördlicher Richtung von Hilchenbach, liegt das alte
Städtchen Kirchhunden, dass schon im 11. Jh. erwähnt wurde. Auch hier
wieder wunderschöne Fachwerkhäuser und eine prächtige Pfarrkirche aus
dem 13. Jh.
Wir machen einen Abstecher nach Bilstein mit der gleichnamigen Burg
aus dem 12. Jh.. Bilstein liegt beinahe schon romantisch eingebettet in
einer Berglandschaft.
Abschließend besuchen wir noch Lennestadt, auch ein typischer Ort
dieser Region. Lennestadt dürfte vor allem bei Angler, wegen seines
Anglerparks mit fünf Teichen, bekannt und begehrt sein.
Jetzt fahren wir weit in den Osten von Nordrhein – Westfalens ins
Corveyer Land. Bekannt sein dürften die Orte Beverungen, Höxter, Brakel
und Bad Driburg.
Durch eine Mittelgebirgslandschaft fahren wir bis Brenkhausen. Hier
lohnt der Besuch zweier Kirchen. Die barocke, ehemalige Klosterkirche
mit ihrem prachtvollen Hochaltar und die katholische Kirche, in der sich
ein 1707 entstandenes Orgelgehäuse von Johann Jakob John befindet.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir Höxter, die Fachwerkstadt
schlechthin.Die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern im Stil der
Weserrenaissance zieht viele Besucher an. Gleich in der Nähe ist Corvey
mit der ehemaligen Reichsabtei, heute ein Schloss.Die Abteikirche aus
dem 9. Jh. gilt als ältestes erhaltenes Baudenkmal der Region. Über
Beverungen erreichen wir Borgentreich, auch wieder mit schönen
Fachwerkhäusern.
Das Städtchen Wormeln liegt ganz im Süden, hier sollten sich
Interessierte das Orgelgehäuse von Andreas Schneider in der ehemaligen
Klosterkirche ansehen. Weiter geht unsere Rundreise über die
Fachwerkdörfchen Hohenwepel und Willebadessen mit dem barocken Kloster
nach Neuenheerse. Hier beherbergt die St. Saturnia-Kirche aus dem 12.
Jh. die Andreas Schweimbs-Orgel.
Weiter geht es zum Luftkurort Brakel, in der Kirche St, Michael
findet man die Flügel eines Instrumentes aus dem 16.Jh. an der neuen
Orgel.
Als letztes besuchen wir Marienmünster, sehenswert sind die alten
Bürgerhäuser im Zentrum und die altehrwürdige Benediktinerabtei und die
St.Jakobus – und Christophorus Kirche mit der Möller-Orgel aus dem
18.Jh.
Natürlich muss ich noch den Teutoburger Wald und das Weserbergland
nennen, die beiden Mittelgebirge werde ich vielleicht in einem weiteren
Artikel beschreiben.
Dieser Reisebericht stammt von Klaus Blochwitz, Nettetal.
Text und Bilder unterliegen dem Copyright des Autors.