Wandern mit dem Hund -

Reit im Winkl

 

 

Wandern in menschenleere Gegenden


Leider sind menschenleere Gegenden nicht auf den Karten eingezeichnet. Das wäre schön und würde das spazierengehen oft viel einfacher gestalten.

 

Doch in den Wäldern ist es da schon schwieriger. Ich versuche mich an folgenden Punkten zu orientieren, die leider auch nicht immer 100%ig sind, aber doch so manche angenehme Spaziergänge ermöglichen.

 

Bei kurzen Spaziergängen oder Tagesmärschen achte ich auf folgende Dinge:

 

  • umso weiter ein Weg von Ortschaften ist umso weniger trifft man Menschen an.
  • umso schwieriger ein Weg zu bewältigen ist, desto weniger sind dort Leute unterwegs.
  • abseits von den Wanderhighways. Ich bevorzuge statt dessen eher schmälere Wanderwege
  • nicht auf dem direkten Weg zum Ziel. Denn den direkten Weg nehmen viele
  • manchmal auch Querfeld ein … gerade auf Wiesen usw. In Wälder ist das schwierig, außer man kennt sich da gut aus 
  • nicht zu den typischen Wanderzeiten gehen. Sonntags ab 11 Uhr bis 14 Uhr sind die meisten unterwegs. Stattdessen achte ich darauf, dass ich früh los laufe und zu den o.g. Zeiten auf andere Wanderwege wechsle, die nach meiner Vermutung her evtl. etwas leerer sind.
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  • Abgelgene Wanderwege
  • ca. 10 km von der nächsten Parkmöglichkeit und Ortschaft entfernt wandern. Bei schlechten Wetter verringert sich der Radius.
  • Wobei die meisten, die man bei schlechtem Wetter auf abgelegenen Pfaden trifft, sehr nett sind, wenn sie verwandte Seelen treffen.
Natürlich kann nicht jeder Punkt auf einer Tageswanderung oder längeren Tour berücksichtigt werden. Aber der Versuch ist da ;)

 

Mammut -Stau


Heute war es das letztes Mal dass ich den Sonnenaufgang von meinem Bett aus beobachten konnte. Ein letzes Mal dieses tolle  Bauernfrühstück geniesen. Ein letzes Mal …. Es war unser letzter Urlaubstag. Alles ist bereits gepackt und die Almhütte wieder aufgeräumt und gesaugt. Ein letzter Blick auf die Alm und auf Wiedersehen sagen, mit ein paar Tränen in den Augen. Es war eine schöne Zeit und es hat viel Spaß gemacht. Wir haben uns sehr  gut erholen können und die Umgebung in vollen zügen genossen.

 

Es lagen 430 km vor uns und wir fuhren über die Dörfer in Richtung Autobahn. Auf der Autobahn ging es rasch voran. Zwischendurch legten wir Pausen auf Raststätten ein und vertraten uns die Beine. In ungefähre 4,5 Stunden würden wir zu Hause sein. Nach nur 1,5 Stunden kamen wir in den ersten Stau. Wir waren noch nicht einmal an München vorbei und schon standen wir drin. Der Verkehrsfunk erwähnte nicht wie lang er sein würde. Nach 30 Minuten Stau ging dann die Reservelampe vom Tank an. Weitere 30 Minuten vergingen und es ging noch immer im Stop and Go voran. Damit wir nicht auf der Autobahn wegen Spritmangel stehen bleiben fuhren wir die nächst mögliche Ausfahrt raus. Doch da ging es gerade so weiter. Wir fuhren wieder nur im Tempo von max. 10 -20 km/h. Es wurde immer enger und die Sprit immer weniger. Mit den letzten Tropfen im Tank erreichten wir dann endlich eine Tankstelle. Nach dem der Tank wieder gefüllt unsere Blasen alle geleert waren ging es wieder ins Auto und ab auf die Autobahn. Nein, der Stau war inzwischen nicht vorüber … wir standen wieder mitten drin. Eine weitere Stunde verging und noch mehr Zeit verging. Als wir dann das Stauendeendlich erreichten hörten wir den Verkehrsfunk mit der Meldung dass bei München ein Stau von 40 km sind. Wir fingen alle an zu lachen :D – weil irgendetwas anderes ging nicht mehr !!! :D ;)

 

Nach dem wir diesen Mammut-Stau hinter uns liesen fuhren wir zügig weiter. Doch der nächste Stau lies nicht lange auf sich warten. Diesmal etwas kürzer und nur 10 km lang. Naja so ging es bis wir zu hause waren nach geschlagenen 9 Stunden Autofahrt!

 

Als das Gepäck ausgeräumt war unternahm ich noch einen einstündigen Spaziergang mit meinem Hund. Anschliessend war ich platt und freute mich auf den Abend :)

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Der Frosch im Grünen

 

Heute früh ging es erneut zum Tierarzt, zum Verbandswechsel. Es verlief alles ohne besondere Vorkommnisse. Als wir zurück auf der Alm waren besprachen wir was wir heute unternehmen werden. Für mich stand es bereits fest, dass ich heute bei meinem Hund bleibe und eine einfache zwei bis drei Stunden-Tour laufen. Eine meiner Freunde schloss sich mir an und die andere stürmte den nächsten Gipfel, auf den sie sich schon lange freute. Sie brach zeitig auf.

Wir dagegen liesen uns Zeit bis zum Mittag und machten uns dann auf den Weg. Der Hund mit Verband und darüber mit dem Hundeschuh ausgerüstet liefen wir los. Wir liefen entlang an einer Bundesstraße bis wir kurz darauf in den Waldweg einbogen. Von da an durfte mein Hund endlich wieder an die zehn Meter Leine und erkundete die Gegend (soweit es eben ging :) ). Auf dem breiten gerölligen Wanderweg liefen wir immer gerade aus. Da wir nur eine

Wanderkarte mit hatten, und diese gerade den Gipfel stürmte, entschlossen wir für uns einen Weg zu wählen, der leicht zu merken ist mit wenigen Abbiegungen. Unterhalb von uns hörten wir das Rauschen des Baches, der uns die Strecke stetig begleitete. Bis unser Trott von einem toten Frosch unterbrochen wurde. Er lag voll ausgestreckt auf dem Schotter. Wir nahmen ihn und legten ihn ins Grüne und erwiesen ihm die letzte Ehre. Nach ungefähr einer Stunde legten wir unsere erste Pause ein und genossen die angenehme Wald- und Bergluft. Dann ging es wieder weiter. Der Rückweg lies sich schneller bewältigen als der Hinweg. Als wir wieder auf unserer Alm ankamen waren gerade mal zwei einhalb Stunden vergangen. tl_files/wanderung-frosch-hund.jpg
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Dort stärkte wir uns und mein Hund bekam einen neuen trockenen Verband von mir angelegt. Denn unterwegs stand sie mit allen Vieren in einem kleinen Bachlauf. Da ich kein gelernter Verbandstechniker bin sieht es so aus, als hätte er einen blaue Kugel an der Pfote :D . Der Schwerpunkt liegt doch da, dass der Verband seinen Dienst erweist :) und das tat er.

Unseren Abend verbrachten wir gemeinsam im Restaurant und unterhielten uns über den Tag. Wir betrachteten Bilder von der schönen Bergtour und lauschten den Erzählungen.

 

Gipfelstürmer


 

Mein Traum wurde sehr früh am Morgen von meinem Wecker unterbrochen. Bereits um halb acht saßen wir dann in der Bauernstube am Frühstückstisch. Später betraten wir die Tierarztpraxis im Urlaubsort. Die junge Tierärztin untersuchte meinen Hund an der Pfote und erkundigte sich über seinen aktuellen Gesundheitszustand und gab ihm eine Spritze. Anschliessend wurde die Pfote gereinigt und die wunden Stellen erst mal vom Fell entfernt. Dann noch eine Salbe darauf und alles mit Watte gepolstert. Tapfer lies mein Hund alles über sich ergehen und bekam einen schicken royal blauen Verband angelegt. Zur Belohnung gabe es dann noch ein paar Leckerlies.

 

 

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Zurück auf der Alm verschwand mein Hund auf dem Hundekissen und kuschelte sich hinein. Während er sich ausruhte gingen wir los auf unsere nächste Wanderung. Nach dem wir die Mautstelle zur Passstraße passierten ging es steil hinauf zur Talstation der Sesselbahn. Von hier starteten wir den Aufstieg auf den Berggipfel. Es war ungewohnt ohne Hund zu wandern. Sonst war er immer dabei und wusselte vorne, an der Seite und auch mal hinten herum :( . Er fehlte mir sehr. Nach dem wir an der ersten Alm vorbei liefen ging es nur noch steil hinauf.

 

Der Weg wurde sehr schmal und war übersät von vielen Wurzeln und Steinen. Auf den ersten Blick erkannte man den Weg nicht sofort :) . Vor uns tauchte ein sehr steiler Aufstieg auf. Um Halt zu finden mussten wir uns mit den Händen an herausstehendem Gestein, Spalten und Ästen festhalten um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Wir kämpften uns Meter für Meter hinauf auf den Grad. Oben angekommen war ich von einem Glücksgefühl berauscht und genoss die tolle Aussicht, die wir uns redlich verdient hatten :) . Balancierend liefen wir auf dem schmalen Grad entlang mit der Gewissheit, dass es links und rechts steil hinab ging. Auf diesem Weg mussten wir Schwindelfrei sein, denn sonst hätten wir es nicht geschafft am Gipfelkreuz in 1750 m anzukommen. Vorsichtig setzten wir einen Fuß vor den anderen. Als das Kreuz vor mir endlich die volle Größe erreicht hatte, ging erneut ein Glücksgefühl durch meinen Körper.

 In diesem Moment wusste ich genau, dass ich alles schaffen kann :) . Am Fußende des Kreuzes setzten wir uns nieder und verweilten dort eine geraume Zeit, um uns zu stärken. Weitere Wanderer gesellten sich zu uns. Es entwickelte sich eine Art der Zusammengehörigkeit, obwohl man sich erst wenige Minuten kannte. verrückt wie so etwas nach einer so kurzen Zeit auftreten kann, wofür man oft Monate braucht. Nach dem wir den kurzen aber anstrengenden Abstieg bis zur Alm oberhalb der Sesselbahn hinter uns hatten entschlossen wir die Bahn zu nutzen, um frühzeit wieder auf unserer Almhütte zurück zu sein. Die Fahrt mit der Sesselbahn war sehr erholsam.

 

Als wir die Tür zu unserer Almhütte öffneten stand mein Hund schon da und freute sich uns zu sehen. Schwanzwedelnd kam er auf uns zu gelaufen und zeigte sich fit und munter trotz dem Pfotenverband. Wir unternahmen eine kurzen Spaziergang im Wald. Doch als wir zurück kamen zeigt sich mein Hund gar nicht ausgelastet und fordert mich auf zum Spielen :D . Eine Freundin löste mich ab, so konnte ich im Bauernhaus duschen gehen. Als ich zurück kam erfuhr ich, dass mein Hund das Fesselspiel mit ihr spielte. Nur ohne Vorwarnung, wie auch? Die Spielregeln macht mein Hund und der Zweibeiner ist hierbei das Opfer. Der Hund rennt um den Zweibeiner herum und im Schlepptau verläuft die 10 Meter Leine. Sobald er einmal im Kreis gelaufen ist flizt er ganz schnell los. Das Seil umwickelt die Knöchel und zieht somit  mit voller Wucht dem Zweibeiner die Beine weg. Mit mir hat mein Hund das auch sehr gern gespielt, doch ich habe dazu gelernt und spiele es nicht mehr mit ihr. Doch die Freundin kannte es noch nicht. Sie fasste es mit sehr viel Humor auf und als sie da so auf dem Boden saß, fing sie an zu lachen. Doch nach der leichten Prellungen am Po und einer kleinen schürf Wunde am Knöchel hörte sie wieder auf mit meinem Hund zu spielen. Das nächste Spiel war ein Suchspiel. Das mein Hund auch mit Begeisterung annahm. Während ich die Leckerlies auf der Almwiese versteckte musste der Vierbeiner in der Hütte warten, damit er nicht sah wo sie lagen. Hinter der Türe guckten mich erwartungsvoll zwei bernsteinbraune Augen an und warteten sehnsüchtig darauf endlich die Suche zu beginnen. Nach ein paar Spiel-Runden war der Hund müde gesucht und ruhte sich in der Sonne aus.

 

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tl_files/wanderung-hund-baumstamm3.jpg Als ich Nachts wegen einem Alptraum aufwachte und noch immer das Gefühl hatte meine Beine sind total schwer, stellte ich fest, dass mein Hund tief und fest auf meinen Beinen in meinem Bett schlummerte. Im Gegensatz zu mir :D . Ich versuchte ihn so hin zu schieben, dass er nicht mehr mit dem ganzen Gewicht auf meinen Beinen lag und ich noch genug Bettdecke zum zudecken hatte. Kein leichtes unterfangen, so halb schlaftrunkend, aber irgendwie hat es dann doch geklappt und ich kam noch zu meinem Schlaf ;) .

 

Der Tag danach

 

Die Spuren vom Vortag steckten allen in den Gliedern. Am meisten konnte man es meinem Hund ansehen. Denn er trat kaum noch mit seiner linken vorderen Pfote auf. Also war es klar dass mein Hund und ich heute auf der Alm zurück bleiben mussten.

 

Beim Frühstück besprachen wir alles weitere. Es stand fest. Für diesen Tag trennten sich unsere Wege. Meine Freunde trafen alle Vorbereitungen für die Wandertour. Keine halbe Stunde später saßen sie bereits im Auto und fuhren los.

 

Mein Hund und ich blieben zurück. Wir machten es uns auf der Almwiese gemütlich. Auf die Bitte der Bäuerin blieb mein Hund an der langen 10 Meter Leine, um die Kühe nicht zu erschrecken. Mit meiner Kamera habe ich ganz viele Bildexperimente gemacht.

 

Mein Hund genoss diesen Tag in vollen Zügen. Er wälzte sich im Gras und lies sich den Bauch von den  Sonnenstrahlen wärmen. Während des Tages konnten wir beobachten, wie der Bauer hoch fuhr und seiner Arbeit nach ging.

 

Am späten Nachmittag kamen meine Freunde zurück und erzählten mir ausgiebig über ihre Tour. Es war schön ihnen zu lauschen und den Erlebnissen zu folgen.

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tl_files/alm-blume.jpg Im Laufe des Tages hat mein Hund seine Pfote immer mehr entlastet und tritt nur noch selten darauf auf. Nach einem Telefonat mit dem Tierarzt, geht es morgen früh zum Doc und die Pfote wird von ihm unter die Lupe genommen. Während mein Hund im Korb schlief gingen wir ins Dorf hinunter und aßen zu Abend in einem Restaurant.

Große Bergtour


Am Tag darauf nach unserem ländlichen Frühstück ging es endlich in die Berge. Mit dem Auto fuhren wir zum nahe liegenden Parkplatz. Dort angekommen packten wir unsere Tagesrucksäcke auf den Rücken und marschierten los.

 

Hoch hinauf entlang an einem Gebiergsbach, der uns lange auf unserer Tour begleitete. An ruhigen und ebenen Wasserstellen nahm mein Hund ein kühles Bad. Das Maul tief ins Wasser getränkt, nahm er einen großen Schluck von dem leckeren Gebiergsbach. Sofort fing er an zu husten, dass das Wasser so kalt war, damit hat er nicht gerechnet.

 

Auf unserer Tour liefen wir oft an einem Bach entlang, so hatte mein Hund immer ausreichend Wasser zu sich nehmen können. Es ging steil hinauf bis zu einer Almhütte, an der Esel frei herum liefen. Sie waren sehr zutraulich und wollten nicht mehr von unserer Seite weichen. Anschliessend ging es auf einem schmalen Waldpfad weiter bis wir auf eine Kreuzung stießen. Von da an war der Weg wieder bis zu drei Meter breit und steinig. Die kleinen Steine blieben zwischen den Zehen meines Hundes ab und zu hängen und störten beim laufen.

 

Bald darauf erreichten wir mehrere Almhütten dicht bei einander und Wanderer & Mountainbiker kreuzten unseren Weg. Wir gesellten uns an einen ruhigen Platz und liesen uns vor ein paar aufgereihten Baumstämmen nieder. Dort machten wir eine lange Pause. Mein Hund bekam eine Kleinigkeit zu fressen und Wasser zu trinken. Danach legte er sich nieder und ruhte sich aus. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad legte er sich dann doch in den Schatten. Es tat gut zu sitzen und den Füßen etwas Ruhe zu gönnen.

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tl_files/wandern-hund-bank.jpg Nach dem wir alle wieder gestärkt und ausgeruht waren ging es weiter. Da wir zuvor einige Höhenmeter hinunter gewandert sind mussten wir diese wieder hinauf. Der Aufstieg war anstrengend. Als wir  endlich oben angekommen waren war es ein schönes Gefühl es geschafft zu haben. Auf dem Rückweg fing mein Hund an zu humpeln. Zwischen den Zehen war es wund. In meinem Rucksack führe ich immer einen Hundeschuh mit und holte ihn raus. Die ersten paar Meter lief er sehr unsicher, wie auf Eiern. Doch dann lief es gut. Durch den Hundeschuh hatte er keine Schmerzen mehr. Die kleinen Steine konnten auch nicht mehr in die Zehenzwischenräume  gelangen. Der Hund war versorgt und die Tour konnte weiter gehen.

 

Als wir auf der Alm zurück kehrten waren wir alle sehr geschafft. Mein Hund legte sich sofort auf die Decke und schlief ein. Der Abend war sehr kurz und ich war auch bald im Reich der Träume. tl_files/wandern-hund-schlafen-tisch-decke.jpg
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Ankunft auf der Alm


Nach ca. 4,5 stündiger Autofahrt fuhren wir den Berg hoch zur Alm und wurden von unserem Vermieter herzlich begrüßt. Eine kleine Holzhütte tauchte hinter dem Kuhstall auf. Das wird für die nächsten fünf Tage unsere Unterkunft sein.

 

Wir öffneten die alte Holztüre, die mit einem einfachen robusten Schloss versehen war. Zuerst traten wir in die Küche, die alles was eine Küche brauchte vorweisen konnte. Das nächste Zimmer, war das Wohnzimmer, in dem eine Essecke einen großteil des Zimmers ausfüllte, ein kleiner Fernseher und ein schmales Bett hinter der Tür. Als meine Augen die Wand erblickten, erstarrte ich kurz und es schauterte mich. Tote, ausgestopfte Wildtiere hangen an der Wand. Sie taten mir leid, auch wenn sie jetzt nichts mehr spüren konnten.

 

Anschliessend gingen wir durch die nächste Türe, die im hinteren Bereich des Zimmers lag. Hier stand ein Doppelbett und ein Waschbecken hing ander Wand. Ein kleines Regal stand neben ein paar Treppen, die zu einer weiteren Türe führten. Dahinter verbarg sich ein kleines Zimmer in dem lediglich ein Bett eingebaut war, mehr nicht. Am Kopfende befand sich ein kleines Fenster durch das eine tolle Aussicht bot. Sofort wusste ich, dass das mein Zimmer werden musste. Sobald man die Türe von Innen schloß und sich herumdrehte schaute man auf eine weitere Türe.

Ich dachte es kann ein Kleiderschrank sein, denn es waren doch alles Zimmer da oder habe ich eines vergessen? Es stellte sich heraus dass ich falsch lag. Ich hatte eines vergessen – die Toilette. Ja genau, die Toilette verbarg sich hinter dieser Tür. Der Raum war klein, einfach und zweckentsprechend.

 

Der Tag war schon fast vorbei, aber die Zeit reichte noch, um einen kurzen Erkundungsrundgang zu starten. Also liefen wir weg von der Alm, über die Straße und dem Bauernhof hinauf in den Wald. Es war ein schöner Weg und nach der Autofahrt auch der erste den wir eine Weile begangen sind. Dieser Weg war nicht in der Karte eingezeichnet, da es sich um einen Wirtschaftsweg handelte oder anders gesagt, mit nur wenig Aufmerksamkeit berücksichtigt wurde. Aber für mich war etwas besonderes. Der erste Weg der hinauf in die Berge führte und der mich endlich spüren ließ in meinem langersehnten Urlaub angekommen zu sein.

 

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tl_files/wandern-reit-im-winkel-almutte2.jpg Der Abend war kurz, da wir alle sehr geschafft von allem waren. Wir aßen eine Fleisch-, Käsetorteline, Nudelsuppe vor unserer Hütte mit einem Blick auf grüne saftigen Wiesen und Berge.

 

Bis zu drei Liter pro Stunde


In den nächsten Tagen beginnt der Boom der Wandersaison wieder. Auch bei mir geht es dann endlich wieder in die Berge für lange ausgiebige Tageswanderungen.

 

Auf den Touren ist es wichtig optimal vorbereitet zu sein.  Bei einer anstrengenden Wanderung verliert der Körper viel Flüssigkeit, bis zu drei Liter pro Stunde. Um den Wasserhaushalt zu unterstützen ist es wichtig, genug Wasser im Rucksack zu haben. Mein Rucksack hat ein integriertes Trinksystem dass bis zu 3 Liter fasst. An jeder sauberen Quelle kann ich den Trinkbeutel wieder auffüllen und mein Hund seinen Durst stillen. Für meinen Hund befindet sich eine extra Flasche im Rucksack.

 

Alle zwei Stunden legen wir eine Essens- und Trinkpause ein. In der wir nur Kleinigkeiten zu uns nehmen, denn der Körper bleibt leistungsfähiger, wenn er weniger verdauen muss. Mein Hund bekommt natürlich dann auch eine Kleinigkeit, mal eine Banane und mal etwas von ihrer Futterration, dass er im Hunderucksack an kühlen Tagen selber tragen darf ;) . Er freut sich über jede Aufgabe die er unterwegs zugeteilt bekommt – mal als Tourguide oder als Animateur :)

Im Gebirge kann das Wetter sehr wechselhaft sein und das recht schnell. Deshalb befindet sich im Gepäck die passende Kleidung. Hier gehe ich nach dem Zwiebelprinzip vor und bevorzuge Laufkleidung. Sie ist leicht, wasserabweisend und atmungsaktiv.

 

Um keine kalten Füße zu bekommen trage ich festes Schuhwerk, dass wasserfest ist. Täglich entscheiden die Wege welche Art Schuh ich für die Tour am morgen anziehe. Hier kommt es auf den Untergrund an, welche Schuhe geeignet sind. Auf Forstwegen und erschlossenen Strecken  bietet sich der Walkingschuh als optimalen Begleiter. Für Geländer und (Hoch-) Gebirge empfiehlt es sich einen festen, hochgeschlossenen Wander- oder Bergstiefel mit ausgeprägtem Profil. Sie schützen die Knöchel und verhindern ein Umknicken. Extra Schuhe für meinen Hund brauche ich für unsere Touren nicht. Aber auch hier gibt es einige zur Auswahl.

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Wandern mit Hund


eder Hundebesitzer kennt es – das tägliche spazieren gehen dreimal am Tag. Kann manchmal ganz schön langeweiligsein, wenn man ständig die selben Häuser, Wiesen und Straßen sieht.

 

Noch interessanter ist es öfter die Gassi-Strecken zu wechseln. Warum nicht einmal ein paar Kilometer weiter mit dem Hund spazieren gehen. Von einem Ort in den nächsten Ort.  Viele Orte sind über einen Feld- und Wanderweg miteinander verbunden, so dass man nicht an den Bundesstraßen entlang laufen muss.

 

Sofern der nächste Ort keine 5-10 km entfernt ist, denke ich wird das bestimmt auch kein großes Thema sein und für den Hund ist es eine willkommene Abwechslung. Wenn dann der zwei Beiner das Tempo noch etwas anzieht ist es zugleich eine ideale Sache auch mal selbst etwas für sich zu tun. Hier ist die Vorraussetzung, dass man körperlich nicht eingeschrännkt ist um es umzusetzen.

 

Wenn einmal am Tag ein langer Spaziergang (ca. 1 Stunde) drin ist, dann können die anderen zwei Gassi-Runden durchaus auch mal etwas kürzer ausfallen ;) .

 

Ich wünsche Euch und Eurem Hund viel Spaß beim Erkunden neuer Wege.

 

Bis demnächst :)

 

Dieser schöne Bericht stammt von Jane Lauer nachzulesen auch im Blog Wandern mit Hund

 

http://wandern2hund.wordpress.com/category/urlaub-mit-hund/

 

Link zum Bauernhof - Maserhof

 

Fotos und Text unterliegen dem Copyright der Autorin